Heizung und Warmwasser



Der benötigte Energiebedarf für Heizung und Warmwasser kann durch verschiedene Energieträger gedeckt werden. Im Sinne des Klimaschutzes sind CO2-neutrale Energieträger zu wählen.

Thermische Solarenergie

Diese ist über thermische Solarkollektoren primär für das Brauchwarmwasser und sekundär als Heizungsunterstützung verfügbar.

Holzpellets, Holzschnitzel, Stückholz

Holz ist ein CO2-neutraler Energieträger und kann sehr gut mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden. Wichtig ist eine möglichst gute Feinstaubreinigung der Abgase.

Bioenergie aus Abfällen

Dieser Energieträger, bestehend aus Abfallstoffen wie Gartenabfällen, Friteusenölen, Abfallfetten und ähnlichem, ist heute als Kompogas oder Bioöl verfügbar und ebenfalls ein CO2-neutraler Energieträger. Um zu vermeiden, dass Lebensmittel aus der Nahrungskette entfernt werden, sollten nur Produkte verwendet werden, bei denen die Herkunft bekannt und sichergestellt ist, dass sie nicht aus Lebensmitteln wie Mais, Raps und ähnlichem hergestellt sind.

Wärmepumpen

Wärmepumpen nutzen die Wärme in der Umgebungsluft oder Erde und benötigen dafür Strom. Die Wärmepumpen können sehr gut mit einer stromproduzierenden Photovoltaik-Anlage kombiniert werden. Man unterscheidet drei Wärmepumpentypen:

Grundwasser/Wasser Für die Energieentnahme sind zwei Bohrungen notwendig. Die Wärmeproduktion beträgt das 4- bis 4.5-fache der eingesetzten elektrischen Energie. Dieser Wärmepumpentyp ist für grössere Bauten ideal. Eine Bewilligung ist erforderlich.
Typ Eigenschaften
Luft/Wasser Die Heizwärme wird der Umgebungsluft entzogen. Die Wärmeproduktion beträgt das 2- bis 2.5-fache der eingesetzten elektrischen Energie. Eine Bewilligung ist nicht erforderlich.
Erdsonde/Wasser Um die Energie dem Erdreich zu entnehmen, werden Erdsonden gebohrt. Die Wärmeproduktion beträgt das 3- bis 3.5-fache der eingesetzten elektrischen Energie. In der Regel ist eine Bewilligung erforderlich.